Neue Publikation von Andreas Pyka im Journal of Evolutionary Economics [26.08.26]
Der Aufsatz "Economic Complexity and Firm Dynamics: Evidence from European Industries" von Andreas Pyka, Fachgebeitsleitung für Innovationsökonomik sowie Alan Bueno und Diogo Ferra ist im August in der Ausgabe des Journal of Evolutionary Economics erschienen.
Die Autoren untersuchen anhand von Länder- und Sektordaten für 24 europäische Länder, wie die wirtschaftliche Komplexität die Unternehmensdynamik beeinflusst. Die Analyse zeigt, ob komplexere Produktionsstrukturen das Unternehmertum fördern oder vielmehr als Hindernis für den Markteintritt wirken. Um Endogenitätsprobleme zu berücksichtigen, wurde eine Instrumentvariablen-Strategie angewendet, die auf regionalen „Leave-one-out“-Durchschnitten des Economic Complexity Index (ECI) basiert.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine höhere wirtschaftliche Komplexität die Unternehmensgründung und die Unternehmensfluktuation signifikant verringert und das mittel- und langfristige Überleben senkt, insbesondere bei größeren Unternehmen. Bei Kleinstunternehmen sind die negativen Auswirkungen auf das längerfristige Überleben schwächer, trotz eines stärkeren negativen Effekts bei der Unternehmensgründung. Diese Ergebnisse legen nahe, dass wirtschaftliche Komplexität weniger als ein allgemein förderliches unternehmerisches Umfeld wirkt, sondern vielmehr als selektiver Filter mit heterogenen Auswirkungen über verschiedene Unternehmensgrößen hinweg.

