Deutschlands strategische Außenhandelsrisiken: Eine Analyse von Benjamin Jung und Matthias Fauth vom Fachgebiet VWL, insb. Außenwirtschaft  [20.07.26]

Der Beitrag "Deutschlands strategische Außenhandelsrisiken im Spannungsfeld zwischen China, den Vereinigten Staaten und globalen Märkten" ist in der aktuellen Ausgabe der Perspektiven der Wirtschaftspolitik (PWP) erschienen. Der Artikel ist Teil des Sonderhefts "Geoökonomische Herausforderungen und ihre Folgen für die Europäische Union".

Bild: Pixabay/geralt

 

Matthias Fauth und Benjamin Jung analysieren in diesem Beitrag die außenwirtschaftlichen Verwundbarkeiten Deutschlands im Kontext globaler Spannungen. Sie beleuchten das Spannungsfeld zwischen Effizienzgewinnen und ökonomischer Sicherheit auf Basis klassischer und neuer Außenhandelstheorien sowie aktueller geoökonomischer Ansätze. Aus ihrer empirischen Analyse ergibt sich, dass sich die strategische Risiken Deutschlands auf der Importseite punktuell auf wenige, schwer substituierbare Vorprodukte konzentrieren.

Ausgangspunkt ist eine theoretische Überlegung: Internationale Spezialisierung bringt erhebliche Wohlfahrtsgewinne, eröffnet aber zugleich geoökonomische Angriffsflächen, insbesondere die Drohung, kritische Vorprodukte nicht mehr zu verkaufen. Wirksam wird eine solche Drohung vor allem dann, wenn betroffene Importe schwer zu substituieren und auf wenige Anbieter konzentriert sind. Diese Logik übersetzen wir in vier messbare Kriterien und wenden sie auf detaillierte 8-Steller-Außenhandelsdaten (2022–2024) an: hoher Nicht-EU-Anteil, hohe Herkunftskonzentration, schlechte Substituierbarkeit und hoher Anteil an der Absorption (gesamte in Deutschland verbrauchte Gütermenge aus heimischer Produktion und Importen). 


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